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07 Aug, 2009

Geschäftsidee aus Amerika: Letzter Wille Online

Verfasst von: flo In: Geld|Geschäftsideen

Wille_o_Hand_2Letztens ging es hier ja um Geschäftsideen aus Amerika (wobei man das wohl allgemein auf das Ausland beziehen kann – gute Ideen, die hier möglicherweise noch nicht angekommen sind, gibt es überall).

Eine Geschäftsidee, die ich beim Herumstöbern in den amerikanischen Weiten des Webs gefunden habe, wäre die des Letzten Willen Onlines. Im Prinzip geht es darum, Menschen zu ermöglichen, letzte Wünsche und Informationen online zu speichern, die dann im Todesfall an angegebene Empfänger weitergeleitet werden.

Ich persönlich finde diese Geschäftsidee aus Amerika ganz nett. Um mal ein paar konkrete Anwendungsbeispiele zu nennen:
Man kann …

  • …hinterlegen, wo man sein Testament versteckt hat
  • …die Kombination für den Wandsafe speichern
  • …Scans wichtiger Dokumente, die Angehörige nach dem Tod eventuell benötigt, hochladen
  • …Briefe an Hinterbliebene, alte Freunde, verflossene Lieben

und so weiter und so fort. Diese ganzen Sachen kann der Nutzer über eine Webanwendung eingeben/hochladen.

Stellt sich natürlich die Frage “Und woher weiß die Webanwendung, wann der Nutzer verstorben ist?”

Ganz einfach: Der Benutzer gibt eine Mindestanzahl an Freischaltern an. Diese erhalten dann einen Key, mit dem sie den Account “öffnen” können. Der Accountinhaber gibt die minimale Anzahl an Freischaltern vor, die der Öffnung zustimmen – also seinen Tod bestätigen – müssen, bevor der Account geöffnet wird.

Versucht also einer der Freischalter den Account zu öffnen, werden alle anderen Freischalter sowie der Besitzer des Accounts benachrichtigt. Letzterer kann die Freischaltung dann stoppen, wenn er noch lebt; wenn nicht, müssen die anderen Freischalter den Tod des Accountinhabers bestätigen.

Ist die Freischaltung erfolgt, so werden die Daten freigegeben – nach einer gewissen Sicherheitszeit, die der Accountinhaber vorgibt. In dieser Zeit kann er dann die Freischaltung noch rückgängig machen. Ist das nicht der Fall, so werden Emails, Briefe etc. so verschickt, wie es der frisch Verstorbene angedacht hat.

Also, ich finde, dass das eigentlich ungemein praktisch klingt. Man weiß nie, wann und wie man abtreten muss, und wichtige/persönliche Informationen, die man zu Lebzeiten nicht loswerden konnte/wollte automatisch nach dem eigenen Tod loszuschicken.. klingt reizvoll. Ich würde jedenfalls einen solchen Dienst in Anspruch nehmen, gäbe es ihn in Deutschland :)

Wenn es jemanden gibt, der Interesse daran hätte, das mit mir zusammen umzusetzen (das Erstellen der Applikation usw würde ich in meiner Eigenschaft als Webdesigner wohl hinbekommen, wobei ich Hilfe bräuchte wären Marketing, rechtliche Sachen dabei etc.), bitte bei mir melden, am besten über das Kontaktformular :)

Foto: stormpic / aboutpixel.de

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Dein Kommentar


  • Lukas Rütten: Zum Punkt: Die Lieben kleinen Prokrastinationsfallen aufspüren Wer die Fallen aufspürt, sollte sich keine Vermeidungsstrategien sondern "Vermeidu
  • Udo T.: Meine Erfahrungen decken sich weitesgehend mit dem Testbericht. Bei mir hat die CD von Alexander Cain auch nicht geholfen. Die Suggestionen emfpand
  • wettbewerbe: Und... hast du da was gewonnen oder wars nichts?

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